Selektivmoralisten

Jeder Mensch ist bestrebt seinem Dasein eine moralische Legitimation zu geben.
Diese Legitimation ist oftmals stark selektiv und beschränkt sich auf nur einen Bereich moralischen Handelns, der zum Moralmotiv schlechthin stilisiert wird.
Das sind sie. Die Vegetarier, die Ökos, die Antifaschisten und Pazifisten, die sich allesamt als Gutmenschen verstehen.
Für sie wird ihr Moralmotiv zur Ersatzreligion und die Zurschaustellung ihres Handelns sowieso das Bekehren der Ungläubigen zum Lebensinhalt.
Ein weniger beliebtes Moralmotiv hierzulande sind beispielsweise die katastrophalen Produktionsverhältnisse in Schwellenländern, auf denen sich unser materieller Wohlstand größtenteils gründet.
Geistig weiter entwickelte Zeitgenossen sind sich des menschlichen Egoismus und des unmoralischen Geschehens in allen Lebensbereichen bewusst und in der Lage , die Variablen zu erkennen, die dieses Geschehen fördern. Die einflussreichste dieser Variablen ist gegenwärtig das kapitalistische Gesellschaftssystem.
Das System zu Verlassen und die Perversion nicht weiter zu unterstützen ist eine Möglichkeit.
Wahre Moralisten jedoch opfern ihr Leben dem Bekämpfen des Systems und all der Grausamkeit, dass es hervorbringt.

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