Das menschliche Ego (1)

Die automatische Bewertung und Einordnung aller Dinge, die der Mensch wahrnimmt, hat sich im evolutionären Prozess als äußerst nützlich bewiesen.
Es findet ein ständiger Abgleich des Wahrgenommenen mit Erinnerungen und Assoziationen statt.
Dies ermöglicht schnelles und adäquates Handeln in Notsituationen und dem alltäglichen Leben. Doch zahlt man einen hohen Preis für diese Leistung des Egos.
Je älter man wird, desto mehr wird die Schönheit dieser Welt entzaubert. Man verlernt die Dinge zu sehen wie sie sind. Man verlernt die göttliche Essenz, die allem innewohnt, wahrzunehmen. Das Bewusstsein wird permanent geflutet mit Assoziationen, Bewertungen und Einordnungen.
Sehr deutlich wird das beim Lesen. Versucht man ein Wort anzusehen, so wird sich sofort eine innere Stimme melden, die dem Wort seine semantische Bedeutung gibt. Es ist beinahe unmöglich, ein Wort anzusehen, ohne es zu lesen.
Es bedarf Zustände tiefer Trance, um diese innere Stimme abzuschalten und die Dinge so zu sehen, wie Gott sie gemeint hat.

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