Vom Rausch

Unser Ziel muß eine Gesellschaft sein, die Rausch einmal genauso ächtet wie Kannibalismus.

Kohl Helmut
ehem. Bundeskanzler der BRD
18.08.1992

Jeder Denkende weiß, dass es nichts menschlicheres gibt, als das Rauschvergnügen. Der Rausch ist der Motor unserer Existenz. Es ist dabei relativ unerheblich, durch welchen Vorgang der Rausch induziert wird, letztlich besteht biochemisch betrachtet kein großer Unterschied zwischen dem Genuss psychotroper Substanzen oder dem Streben nach Anerkennung, dem Ausüben von Sportarten, dem Fahren von Achterbahnen und dem recht passend betitelten Kaufrausch. Beides bewirkt letztlich nur eine Erhöhung von bestimmten Botenstoffen im synaptischen Spalt, die durch ein externes Ereignis ausgelöst wird.
Mal von den alltäglichen Drogen wie Alkohol (das sich in seiner beruhigenden und enthemmenden Wirkung auch nur unwesentlich von Beruhigungstabletten unterscheidet), Kaffee oder Psychopharmaka abgesehen, jagt der Mensch täglich einem Rausch nach dem anderen hinterher. Denn der Wunsch, glücklich zu sein, ist das was den Menschen zum handeln bewegt.
Somit zeugt es von großer Dummheit und Heuchelei, wenn ein Butterjunkie wie Helmut Kohl von einer Ächtung des Rausches spricht.

[…] ein Arbeitsessen 1998, bei dem die Einführung des Euro auf der Tagesordnung stand. Kohl sei aufgewühlt gewesen und habe wild herumgestikuliert.«Dann setzte er sich hin und begann, Butter zu essen. Massenweise Butter», sagte Persson über den heute 76-jährigen. «Erst einen Teller, auf dem wohl zehn Stückchen zu je zehn Gramm lagen. Der war schnell weg. Dann noch einen. Erst danach beruhigte er sich langsam.»

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